Migration ist das Thema, bei dem die Lücke zwischen öffentlicher Debatte und empirischer Realität am größten ist. Auf der einen Seite: Panikmache, Kriminalitätsstatistiken ohne Kontext, kulturelle Untergangsszenarien. Auf der anderen: Beschwichtigungen, Euphemismen, die Weigerung, Probleme beim Namen zu nennen.
Beide Seiten bedienen Gefühle. Keine bedient Fakten.
Die Faktenlage
Deutschland hat 2022 und 2023 jeweils über eine Million Asylanträge und Erstregistrierungen verarbeitet. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat eine durchschnittliche Bearbeitungszeit von 7,6 Monaten. Während dieser Zeit leben Antragsteller in einer Warteschleife: kein Arbeitserlaubnis, keine Integration, keine Perspektive.
Die Integrationskosten werden auf 20-30 Milliarden Euro jährlich geschätzt. Gleichzeitig zeigen Langzeitstudien, dass Zuwanderung in den ersten 5 Jahren fiskalisch negativ ist, aber ab dem 10. Jahr positiv wird — wenn Integration gelingt.
Die Betonung liegt auf "wenn".
Die Position von KIfD
- Asylverfahren innerhalb von 8 Wochen. Wer Anspruch hat, bekommt ihn sofort. Wer keinen hat, erfährt es sofort. Die aktuelle Wartezeit ist unmenschlich für alle Beteiligten.
- Sofortige Arbeitserlaubnis ab Tag 1 des Aufenthalts. Integration beginnt mit Teilhabe, nicht mit Warten.
- KI-gestützte Matching-Systeme: Qualifikationen von Asylbewerbern mit offenen Stellen und Regionen mit Arbeitskräftemangel abgleichen — in Echtzeit.
- Transparente, quartalsmäßig veröffentlichte Integrationsstatistiken: Spracherwerb, Beschäftigungsquote, Kriminalitätsraten — differenziert, kontextualisiert, maschinenlesbar.
- Keine Debatte ohne Daten. KIfD wird zu diesem Thema nur Aussagen treffen, die quellenbasiert sind. Jede Zahl wird verlinkt. Jeder Trend wird kontextualisiert.
Migration ist weder das Problem noch die Lösung. Migration ist ein Prozess, der gemanagt werden muss — mit Daten, nicht mit Angst.